Schule mal wieder anders:

drei Tage voller interessanter Projekte

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Nicht an der Schwingbachschule! Dort begann mit dem Ende der Pappnasensaison die diesmal auf drei Tage verkürzte Schule-mal-anders-Woche, die aus der schon zur Tradition gewordenen Fit-und-gesund-Woche hervorgegangen war.

Einige Angebote zum Fitbleiben oder -werden waren auch in diesem Durchgang dabei, so zum Beispiel ein Projekt der fünften Klassen zur Käseherstellung und Schlittschuhlaufen in Diez am letzten Tag oder ein Fuß- und Völkerballturnier im zehnten Jahrgang. Achte Klassen nahmen die alte „Sauberhafter Schulweg“-Idee wieder auf und befreiten ein größeres Gebiet um die Schule herum von achtlos oder absichtlich hingeworfenem Müll und wunderten sich über die Menge, die dort zusammenkam.

Schüler/innen des siebten Jahrgangs lernten in dem seit Jahren bewährten Einstieg in die Berufsorientierung „Kompo 7“ Wertvolles über ihre eigenen Stärken und Talente, während die Neuner sich in der ebenfalls schon traditionellen Veranstaltung „Verrückt – na und?“ mit dem Anderssein von Menschen in unserer Mitte beschäftigten.

Eine zehnte Klasse bekam bei einer Führung im Hessischen Rundfunk die Gelegenheit, hr1-Moderatorin Marion Kuchenny in der laufenden Sendung in ihrem Hörfunkstudio über die Schulter zu blicken und ihr Fragen zu stellen, die sie gerne beantwortete, solange nicht die rote „Auf Sendung“-Lampe aufleuchtete.

Ganz besonders lebendigen Geschichtsunterricht bekamen die Klassen H9, 10c und 10d geboten: Sie hatten Edith Erbrich eingeladen, die aus Offenbach anreiste, um von ihren bitteren Erfahrungen als halbjüdisches Kind im Frankfurt der NS-Zeit zu erzählen: von Bombenalarm und Deportation ins KZ Theresienstadt. Geduldig und ausführlich beantwortete die 81-jährige Zeitzeugin die vielen Fragen der Jugendlichen. Kurz nach dem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald war dies einmal Geschichte zum Anfassen.

(Text: Cordes)