Sozialarbeit an der Schwingbachschule
Sozialarbeit an der Gesamtschule Schwingbach in Trägerschaft der kreuznacher diakonie ist ein Kooperationsprojekt, in welchem fünf feste Kooperationspartner mitwirken. Dazu gehören die Gesamtschule Schwingbach, die Gemeinde Hüttenberg, die Kirchengemeinde Weidenhausen-Volpertshausen mit dem Förderverein „intakt“ e. V., der CVJM Rechtenbach und die kreuznacher diakonie. Darüber hinaus existieren projektbezogene Kooperationen mit weiteren Partnern.
Gefördert wird das Projekt vom Lahn-Dill-Kreis, der in 2005 die kreuznacher diakonie mit der Trägerschaft der Sozialarbeit an der
Gesamtschule Schwingbach, als eine der ersten Schulen im Kreisgebiet, beauftragte.
Als Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe ergänzt die Sozialarbeit an Schulen die erzieherische und bildende Arbeit durch Konflikt und Krisenmanagement auf der einen und Prävention auf der anderen Seite. Dabei ist sie ein eigenständiges Arbeitsfeld, welches seine Angebote in Abstimmung mit der Schule gestaltet und sozialpädagogisch notwendige und sinnvolle Schwerpunkte setzt. Methoden unserer Arbeit sind: Einzelberatungen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte, Gruppenangebote, Klassenprojekte und offene Anlaufstellen.
Beschreibung der Angebote
„bewegte Pause“/ Pausenspielausgabe
Die bewegte Pause ist ein Angebot für Jugendliche der Klassen 5 + 6, die Lust haben, freiwillig mit Unterstützung der Sozialarbeiterin die Ausgabe von Pausenspielgeräten selbst zu organisieren. Die Kids sollen lernen, selbst erstellte Ausleih-Regeln zu entwickeln und diese an die anderen Kids weiterzugeben. Das regelmäßige und eigenverantwortliche Herausgeben und wieder Einsammeln und Einsortieren dieser Gerätschaften, lässt die Schüler frühzeitig spielerisch Verantwortung übernehmen erlernen. Darüber hinaus können sich die Kinder auch im kleinen Rahmen handwerklich mit der Instandsetzung der Spielgeräte beschäftigen.
Die Verlässlichkeit jedes einzelnen Jugendlichen gegenüber der Gruppe spielt dabei eine ganz wichtige Rolle. Durch die Übernahme dieser sozialen Kompetenz im schulischen Kontext, werden die Kids zu eigenverantwortlichen und selbstbewussten Handeln angeleitet.
Wir suchen dringend interessierte und verantwortungsbewusste Jugendliche, die dieses Projekt weiter mit unterstützen!
Offene Tür
Während der „offenen Tür“ im Raum Sozialarbeit können sich interessierte Jungen und Mädchen während der Pause aufhalten und vom Schulalltag abschalten. Sie können sich mit anderen aktiv austauschen, zusammen spielen (Tischspiele) und sich entspannen. Montags und dienstags ist der Raum nur für Jungen, Mittwochs und Donnerstags nur für Mädchen geöffnet.
Außerdem dient die offene Tür dazu, Gesprächstermine mit SchülerInnen zu vereinbaren, die dann entweder in einen Gesprächs/ Beratungstermin oder in eine Konfliktmoderation oder dergleichen münden.
Darüber hinaus sind sowohl Eltern und Lehrkräfte herzlich eingeladen, sich im Rahmen der Anwesenheitszeiten der/des Sozialarbeiter/s/in, über die Lern- und Lebenswelten von Jugendlichen mit uns auszutauschen. Dazu können Sie gerne einen Gesprächstermin vereinbaren.
Gespräche, Beratungen/ Unterstützungen
Der Rahmen von Gesprächen bietet interessierten Jugendlichen die Möglichkeit, sich in ruhiger und vom Schulalltag gelöster und entspannter Atmosphäre mit den Sozialarbeitern auszutauschen. Sie können sich frei von Druck und Ängsten und ohne jegliche Bewertung bewegen und äußern. In schwierigen Situationen oder bei Konflikten wird gemeinsam nach Lösungswegen gesucht.
Termine können die Jugendlichen während der offenen Tür oder in den Pausen vereinbaren.
gemeinsames Mittagessen
Es besteht die Möglichkeit, vor den Nachmittagsangeboten der Sozialarbeit, mit den betreuenden Personen in einer familienähnlichen Situation gemeinsam zu Mittag zu essen. Mädchen und Jungen können sich, wenn sie Lust haben, spätestens einen Tag vor dem jeweiligen Nachmittagsangebot über das Essensterminal einwählen.
Gegessen wird gemeinsam an einem großen Tisch. Dieser Tisch ist dann Ausgangsposition für das miteinander Essen, Reden und der Austausch über Erlebtes am Vormittag.
Bildungs- und Teilhabepakt
Es besteht die Möglichkeit sich über das neue Bildungs- und Teilhabepaket (Anträge auf Lernförderung, Zuschüsse für Klassenfahrten etc. ) mit uns auszutauschen.
Einzelarbeit mit Mädchen und Jungen in enger Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften
Die Vermittlung in Konflikten unter Jugendlichen, mit dem Ziel denjenigen die Türen zu öffnen, die außerhalb der Gruppe stehen und der Gruppe wieder angehören wollen, ist eines unserer wichtigsten Ziele. Ausgrenzungen soll vorgebeugt bzw. entgegengewirkt werden. Es können sowohl Klassenkonflikte mittels unterschiedlicher Interventionstechniken, als auch Konflikte zwischen SchülerInnen oder SchülerInnen-Eltern oder SchülerInnen-Lehrer besprochen werden. Dies geschieht ohne Sanktion oder Bestrafung.
Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen, Eltern/ Personensorgeberechtigten und Lehrkräften orientiert sich an deren Bedürfnissen und betreffen die Lebenswelten der beteiligten SchülerInnen (Probleme mit dem Lernstoff, Missverständnisse unter Mitschüler/innen, Eltern, Lehrkräften, die virtuellen Lebenswelten, Sucht, Partnerschaft und Liebe, etc.).
Im Zuge der Vernetzungsarbeit der SozialarbeiterIn kann unter Umständen an weitere professionelle Beratungsinstanzen vermittelt werden.
Dein bester Dienstag (Sport, Spiel, Bewegung u. ein leckeres Essen)
Seit 2005 existiert unser Kooperationsangebot mit dem CVJM Rechtenbach und der Kirchengemeinde Weidenhausen-Volpertshausen /Förderverein „intakt e.V.“ Es werden regelmäßig und verlässlich Jugendliche mit besonderem Bedarf (nach Absprache mit Erziehungshilfelehrkraft) der Klassen 5 – 8 mit einem kostengünstigen Mittagessen versorgt. Anschließend werden die Mädchen und Jungen entweder bei den Hausaufgaben, oder beim gemeinsamen Spielen oder sportlichen Aktivitäten betreut. Außerdem werden, je nach Bedarf, Einzelgespräche geführt bzw. Konflikte untereinander konstruktiv, lösungsorientiert und ohne Schuldzuweisungen begleitet. Ausnahmsweise findet das Angebot in den Räumen des CVJM, Frankfurter Straße in Rechtenbach statt.
Klassentraining/ Soziales Lernen
Die Sozialarbeit an Schulen übernimmt für Mädchen und Jungen an unserer Schule eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Konflikten im Schulalltag. Durch gemeinsame Aktivitäten, sowie durch Kooperations- und Vertrauensspiele können Teamfähigkeit und Vertrauen zu sich selbst und anderen aufgebaut bzw. gefestigt werden. Gemeinsames Spielen in Klein- oder Großgruppen fördert die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft, also in der Klasse. Die Jugendlichen lernen sich spielerisch an Regeln zu halten. In gemeinsamen Gruppenreflexionen werden Verhaltensweisen besprochen, hinterfragt und Alternativen aufgezeigt. Die Jugendlichen lernen außerdem, dass durch unausgesprochene Gefühle und Bedürfnisse Wut und Zorn entstehen können, die dann häufig zu Konflikten unter Mitschülern führen. Krisensituationen können ggf. mittels Rollenspielen aufgearbeitet werden.
Das Angebot soll Mädchen und Jungen helfen, Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten abzubauen und neue Wege in der Konfliktlösung zu finden.
Nach Bedarf können Lehrkräfte in Absprache mit dem/der SozialarbeiterIn dieses Angebot als Präventionsangebot wahrnehmen.
Offener Mädchentreff
Das Angebot richtet sich an interessierte Mädchen der Jahrgangsstufen 5 – 7 für die Alterstufe von etwa 10 – 13 Jahren, nach Absprache auch an Ältere. Mädchen können hier ihren Gesprächs- und Interessenbedarf im kreativen, gestalterischen, sportlichen u. auch musischem Bereich äußern und gemeinsame Aktivitäten mit planen und durchführen. Dieses Angebot ist ein verlässliches Beratungs-, Beziehungs- und Betreuungsangebot für interessierte Girls und findet wöchentlich statt.
Jugger
„Jugger“ ist eine Mannschaftssportart, die eine Mischform aus Ballspiel (ähnlich wie Rugby, mit weniger Körperkontakt) und einer Art „Schwertkampf“ (Darstellung eines unberittenen Buzkashi).
„Jugger“ bezeichnet sowohl das Spiel selbst, als auch dessen Spieler. Bei diesem Spiel geht es darum, den Spielball so oft wie möglich in das gegnerische Tor (Mal) zu bringen. Der Spielball ist eine aus Schaumstoff bestehende Nachbildung eines Hundeschädels. Während in jeder Mannschaft nur ein Spieler den Spielball berühren darf, gehen die anderen Spieler mit gepolsterten Sportgeräten (Pompfen) gegeneinander vor, um die gegnerische Mannschaft am Punkten zu hindern. Obwohl das Spiel für den unbeteiligten Beobachter recht martialisch anmutet, ist es nicht gefährlicher als andere Mannschaftssportarten.
Survivaltraining
Survivaltraining st ein kleines Abenteuer unter pädagogischer Anleitung. Die Jugendlichen lernen, sich draußen in der Natur „Komfort“ zu verschaffen. Im Survival- und Bushcraft-Training werden alle Sinne (Riechen, Tasten, Schmecken) eröffnet, um in der Natur realistische Überlebenstechniken kennen zu lernen und anzuwenden.
Das Kennen lernen essbarer Wildpflanzen, die Reinigung von Wasser, die Orientierung im Wald usw. sind Kompetenzen, die die Jugendlichen erlernen können. Schüler, Eltern und Lehrkräfte sind herzlich eingeladen, eigene Erfahrungen und Ideen mit einzubringen.
Monatliches Event – eine Kooperation mit der Hüttenberger Jugendarbeit
Monatlich wird ein besonderes Event angeboten, an dem Schülerinnen und Schüler einen gemeinsamen Ausflug unternehmen, z. B. einen Waldparcours, Disc-Golf, Schlittenfahren, Eislaufen und alles, was den Kids Spaß macht…
Weitere Kooperationen
- pro familia
- Vereine und Betriebe
- Bereitschaftspolizei
- interessierte Eltern.