HÜTTTENBERG (cvg). Die Kooperative Gesamtschule Schwingbach im Hüttenberger Ortsteil Rechtenbach, gehört zum Kreis der Schulen im Lahn-Dill-Kreis, die für ihr "außerordentliches fremdsprachliches Angebot" vom Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammern in Dillenburg und Wetzlar mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Insgesamt fünf Schulen wurden während der Herbsttagung des IHK-Ausschusses in der Gladenbacher Freiherr-vom-Stein-Europaschule vom Ausschussvorsitzenden Eberhard Flammer und Jurysprecher Nikolaus Fleischhacker mit Preisen gewürdigt.
Der Rechtenbacher Schule spielt nach Worten ihres ehemaligen Leiters, Dieter Grebe, dabei eine tragende Rolle, sei sie in den Jahren 1993 und 1994 im Lahn-Dill-Kreis doch die erste mit einem bilingualen also zweisprachigen Unterricht gewesen. An der Schwingbach-Gesamtschule in Rechtenbach spielt Englisch seit diesem Schuljahr auch in Biologie eine Rolle. Wie Dieter Grebe dem Gießener Anzeiger erklärte, sei der bilinguale Unterricht an der kooperativen Gesamtschule, die bis zur zehnten Klasse führt, insofern nichts neues.
Grebe, der seit Beginn des neuen Schuljahres Direktor der Wetzlarer Goetheschule ist, war langjähriger Leiter der Gesamtschule im Hüttenberger Ortsteil Rechtenbach. Wie Grebe sagt, war die Gesamtschule im Lahn-Dill-Kreis überhaupt die erste, die in den Jahren 1993 und 1994 mit der Einführung des bilingualen Unterrichts begonnen hatte. Inzwischen, so der ehemalige Leiter, werden neben Biologie als neuestem Fach auch Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde schon seit längerem zweisprachig unterrichtet. Die Schüler der Schwingbachschule können außerdem auch Französisch, Spanisch und Latein lernen. Diesem Profil nun hat die Schule den vierten Preis des IHK-Aussschusses in Höhe von 300 Euro zu verdanken, den sie gleichzeitig mit der Goetheschule in Wetzlar erhalten hat.
Stellvertretend für das Schulkollegium der Schwingbachschule hatte Biologielehrer Oliver Hahn den Preis entgegengenommen. Den ersten Preis in Höhe von 2200 Euro hatte die Holderbergschule in Eschenburg erhalten, ebenfalls eine Kooperative Gesamtschule, den zweiten in Höhe von 1200 Euro die Freiherr-vom-Stein-Europaschule und den dritten in Höhe von 500 Euro die Gesamtschule Solms in Solms.
Wie Nikolaus Fleischhacker sagte, habe es die Jury bei ihrer Auswahl nicht einfach gehabt. Die IHK-Jury hatte zu bewerten, welche Sprachen erlernt werden können, ob etwa "exotische Sprachen wie Russisch, Japanisch oder Schwedisch" dabei sind, wo bilingualer Unterricht angeboten wird, ob außerschulische Personen und Einrichtungen in den fremdsprachlichen Unterricht eingebunden werden, ob Lehrer dazu angeregt werden, sich kontinuierlich methodisch und didaktisch weiterzubilden und inwiefern die Schule mit ihrem Fremdsprachenangebot in der Region mit einem Alleinstellungsmerkmal herausragt oder das anstrebt.
Wie Flammer und Fleischhacker hervorhoben, soll der IHK-Wettbewerb dazu dienen, die positive Arbeit, die an Schulen geleistet wird, in der Öffentlichkeit besser darzustellen. Der Wettbewerb werde aufgrund des guten Echos im kommenden Jahr wieder angeboten, dann mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften.