Schwingbachschüler als Landessieger beim Sprachenfest in Bremen

Nachdem Ende Mai im Wiesbadener Landtag die Klasse 7e der Schwingbachschule für ihren ersten Platz hessenweit im Fremdsprachenwettbewerb Englisch ausgezeichnet wurde, vertraten jetzt Felix Ahrberg, Michelle Bott und Julius Dinter mit ihrer Lehrerin Ilka Huttel Hessen beim Bundessprachenfest in Bremen. 3 Tage lang präsentierten dort 38 Teams aus Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5-13 aus der ganzen Bundesrepublik eigene Theaterstücke und kleine szenische Inszenierungen in fremder Sprache. Die meisten Beiträge wurden auf Englisch, Französisch und Latein gezeigt. Es wurde auf der Bühne aber auch Spanisch, Italienisch, Niederländisch und Russisch gesprochen. Den Siegern winkten sieben Festivalpreise. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Bundesbildungsministeriums. Für ihren Beitrag „Yes, we can, Rizzi meets Obama“ ernteten die Schüler eine Urkunde und ihr Beitrag wurde vom Norddeutschen Rundfunk aufgezeichnet. Die Bilder zeigen die drei Schüler bei der Präsentation sowie die gesamte Klasse während der Preisverleihung.

White Horse Theatre gastierte in der Aula der Gesamtschule Schwingbach

Sechst- und Siebtklässler begeistert vom "Empty Chair"

Nach "Sticks and Stones", einem eher ernsten Stück für die höheren Klassenstufen, kamen beim diesjährigen Auftritt des "White Horse Theatre" nun die Jüngeren zu ihrem Recht:

Zwei Tage vor den Zeugnissen brachten Sevim Kemal, Julie Edwards und Kappa Llewellyn (sowie Hamish Stansfeld hinter den Kulissen) die gut einstündige Geschichte von Robbie und ihrer überdrehten Mutter für Schüler der sechsten und siebten Klassen auf die Bühne. Der Vater hat die Familie überlassen, Mutter und Tochter haben sich halbwegs auf die Situation eingestellt – da landet eines Nachts ein Raumschiff im Garten (natürlich mitten in den Rosen) und bringt ihnen Jared ins Haus. Obwohl in Schlips, Hut und Jackett gekleidet, muss er sich an allerlei Irdisches – wie Vanillepudding und Küsse – erst gewöhnen. Natürlich bleibt er wochenlang und das Unvermeidliche geschieht. Die Mutter will Jared gar nicht mehr gehen lassen, und zum guten Schluss bietet sogar die lange störrische Tochter Robbie dem nun nicht mehr fremden Mann den "empty chair" ihres Vaters an.

Mit sparsamen Kulissen und Requisiten – Teller, Bestecke und die Mahlzeiten hingen einfach an Wäscheleinen beiderseits der Bühne - sowie viel Slapstick und Bewegung brachten Sevim Kemal (als völlig überkandidelt in höchsten Tönen trillernde Mutter) und Julie Edwards (als Robbie) das junge Publikum in der restlos gefüllten Aula schnell auf ihre Seite, bevor Kappa Llewellyn (als Jared) als herrlich desorientierter Außerirdischer die Szene betrat. Durch den Humor mit allerlei Missverständnissen und Kalauern wurde das eigentlich gar nicht lustige Thema der allein erziehenden Elternteile in nicht belastender Weise altersgemäß umgesetzt. Und wie immer verstanden es die "White Horse"-Akteure auch diesmal, das Publikum mit ein paar gezielten Albernheiten in ihre Darstellung einzubinden.
Nach diesem wohl letzten Höhepunkt im ersten Halbjahr ist stark anzunehmen, dass die Tradition des Englischlernens mit dem "White Horse Theatre" an unserer Schule auch im nächsten Schuljahr weitergeführt werden wird.

Ausgezeichnete Gesamtschule Schwingbach in Rechtenbach

Oliver Hahn erhielt von Eberhard Flammer (l.) und Nikolaus Fleischhacker die mit 300 Euro dotierte Auszeichnung. Bild: v. Gallera

HÜTTTENBERG (cvg). Die Kooperative Gesamtschule Schwingbach im Hüttenberger Ortsteil Rechtenbach, gehört zum Kreis der Schulen im Lahn-Dill-Kreis, die für ihr "außerordentliches fremdsprachliches Angebot" vom Industrieausschuss der Industrie- und Handelskammern in Dillenburg und Wetzlar mit einem Preis ausgezeichnet wurden. Insgesamt fünf Schulen wurden während der Herbsttagung des IHK-Ausschusses in der Gladenbacher Freiherr-vom-Stein-Europaschule vom Ausschussvorsitzenden Eberhard Flammer und Jurysprecher Nikolaus Fleischhacker mit Preisen gewürdigt.

Der Rechtenbacher Schule spielt nach Worten ihres ehemaligen Leiters, Dieter Grebe, dabei eine tragende Rolle, sei sie in den Jahren 1993 und 1994 im Lahn-Dill-Kreis doch die erste mit einem bilingualen also zweisprachigen Unterricht gewesen. An der Schwingbach-Gesamtschule in Rechtenbach spielt Englisch seit diesem Schuljahr auch in Biologie eine Rolle. Wie Dieter Grebe dem Gießener Anzeiger erklärte, sei der bilinguale Unterricht an der kooperativen Gesamtschule, die bis zur zehnten Klasse führt, insofern nichts neues.

Grebe, der seit Beginn des neuen Schuljahres Direktor der Wetzlarer Goetheschule ist, war langjähriger Leiter der Gesamtschule im Hüttenberger Ortsteil Rechtenbach. Wie Grebe sagt, war die Gesamtschule im Lahn-Dill-Kreis überhaupt die erste, die in den Jahren 1993 und 1994 mit der Einführung des bilingualen Unterrichts begonnen hatte. Inzwischen, so der ehemalige Leiter, werden neben Biologie als neuestem Fach auch Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde schon seit längerem zweisprachig unterrichtet. Die Schüler der Schwingbachschule können außerdem auch Französisch, Spanisch und Latein lernen. Diesem Profil nun hat die Schule den vierten Preis des IHK-Aussschusses in Höhe von 300 Euro zu verdanken, den sie gleichzeitig mit der Goetheschule in Wetzlar erhalten hat.

Stellvertretend für das Schulkollegium der Schwingbachschule hatte Biologielehrer Oliver Hahn den Preis entgegengenommen. Den ersten Preis in Höhe von 2200 Euro hatte die Holderbergschule in Eschenburg erhalten, ebenfalls eine Kooperative Gesamtschule, den zweiten in Höhe von 1200 Euro die Freiherr-vom-Stein-Europaschule und den dritten in Höhe von 500 Euro die Gesamtschule Solms in Solms.

Wie Nikolaus Fleischhacker sagte, habe es die Jury bei ihrer Auswahl nicht einfach gehabt. Die IHK-Jury hatte zu bewerten, welche Sprachen erlernt werden können, ob etwa "exotische Sprachen wie Russisch, Japanisch oder Schwedisch" dabei sind, wo bilingualer Unterricht angeboten wird, ob außerschulische Personen und Einrichtungen in den fremdsprachlichen Unterricht eingebunden werden, ob Lehrer dazu angeregt werden, sich kontinuierlich methodisch und didaktisch weiterzubilden und inwiefern die Schule mit ihrem Fremdsprachenangebot in der Region mit einem Alleinstellungsmerkmal herausragt oder das anstrebt.

Wie Flammer und Fleischhacker hervorhoben, soll der IHK-Wettbewerb dazu dienen, die positive Arbeit, die an Schulen geleistet wird, in der Öffentlichkeit besser darzustellen. Der Wettbewerb werde aufgrund des guten Echos im kommenden Jahr wieder angeboten, dann mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften.