Sich wohlfühlen - miteinander lernen – etwas leisten !
Die Gesamtschule Schwingbach ist ein „Haus des Lernens“, in dem
Lernen Freude bereiten soll. Das Wichtigste ist daher ein guter und moderner
Unterricht. Kontinuität, Verlässlichkeit und Transparenz sind Handlungsmaxime
für alle Mitglieder der Schulgemeinde, damit sie sich mit der Gesamtschule
Schwingbach identifizieren können.
Leistung wird positiv gesehen und bewusst von den Schülern gefordert,
um sie zu fördern. Dabei sollen sowohl soziale Benachteiligungen und Lerndefizite
erkannt, berücksichtigt und kompensiert werden als auch besondere Begabungen,
Fähigkeiten und Talente gefördert werden.
Das Schüler-Lehrer-Verhältnis soll von gegenseitigem Vertrauen
und von Offenheit im Umgang miteinander geprägt werden.
Die Gesamtschule Schwingbach pflegt eine enge Kooperation mit der Elternschaft,
der Gemeinde Hüttenberg, ihren Institutionen, Betrieben und Vereinen.
Das Schulprogramm beschreibt die gegenwärtige Situation ( Ausgangslage
), eröffnet Perspektiven und zeigt Möglichkeiten der Evaluation auf.
1. Organisation und Gestaltung der Schule
1.1 Klassenräume der Gesamtschule Schwingbach:
Ausgangslage: Viele Klassenräume befinden sich
in einem renovierungsbedürftigen Zustand
Perspektive: Alle Klassenräume werden mit den
gleichen Schulmöbeln, sowie OHP und Projektionsfläche ausgestattet.
Die Flure erhalten Wechselrahmen.
Verantwortlich: Die Schulleitung, der Schulträger,
das Kollegium
Sachkompetenz: s.o.
Mittel: Haushaltsmittel des Schulträgers, Eigeninitiative
des Kollegiums und der Elternschaft, Mittel des Fördervereins
Ausgangslage: Die Fachräume der Gesamtschule Schwingbach
( Hörsäle und naturwissenschaftliche Unterrichtsräume) sind seit
mehr als 10 Jahren nicht mehr modernisiert worden. Ein zeitgemäßer
naturwissenschaftlicher Unterricht ist daher kaum möglich.
Perspektive: Gemeinsam mit dem Schulträger wird
ein Konzept entwickelt, wie der bauliche Zustand und die Ausstattung nachhaltig
verbessert werden können.
Verantwortlich: Die Schulleitung, die Fachbereichsleiter
der drei Naturwissenschaften, der Schulträger.
Sachkompetenz: s.o.
Mittel: Haushaltsmittel des Schulträgers –
Investitionsbudget, Eigenleistung
2.1 Bildungsabschlüsse ( Hauptschulabschluss,
Realschulabschluss und Gymnasialabschluss )
Ausgangslage: Bisher haben alle Schüler, die einen
Realschulabschluss oder Gymnasialabschluss anstrebten, die Gesamtschule Schwingbach
von der Klasse 5 bis zur Klasse 10 besucht. Der Hauptschulabschluss wurde nach
dem 9. Schuljahr erreicht.
Perspektive: Der Hauptschulabschluss wird wie bisher
nach neun Jahren nach erfolgreich bestandener Hauptschulabschlussprüfung
(Projektprüfung und schriftliche Prüfung in Deutsch und Mathematik)
erreicht. Für den qualifizierenden Hauptschulabschluss muss zusätzlich
eine Prüfung in Englisch abgelegt werden.
Zwei Wege zu weiterführenden Bildungsabschlüssen
Die Gesamtschule Schwingbach bietet den Schülern, die schnell lernen, über
den gymnasialen Bildungsgang den Weg zum Abitur über die gymnasiale Oberstufe
oder das berufliche Gymnasium. Schüler, die mehr Zeit benötigen, können
den Bildungsgang Realschule wählen.
Die Schüler des Bildungsganges der Realschule absolvieren wie bisher 10
Schuljahre zur Erreichung des Mittleren Abschlusses und können bei entsprechender
Eignung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe oder des Beruflichen
Gymnasiums eintreten.
Verantwortlich: Schulleitung, Fachbereichsleiter
Sachkompetenz: Lehrerkollegium
Mittel: Revision der Curricula , Abstimmung auf neue
Stundentafel
Ausgangslage: Bilingualer Unterricht wird in der auslaufenden
IGS, in dem Gymnasialzweig und in dem Realschulzweig erteilt.
Perspektive: Die Konsolidierung des bilingualen Unterrichts
im Realschul- und Gymnasialbereich. Dazu muss das Curriculum im Realschul- und
Gymnasialbereich überarbeitet werden. Dies muss sich an dem europäischen
Referenzrahmen (Sprachenportfolio) orientieren.
Verantwortlich: Fachlehrer mit Fakultas Englisch, der
von der Fachkonferenz Englisch bestimmt wird.
Sachkompetenz: Alle Fachlehrer Englisch
Mittel: Deputatsstunde für den koordinierenden
Fachlehrer
Materialien, die bereits vorliegen (CD-Rom, Textsammlungen)
Mailingliste –Bilingualer Unterricht; Materialien aus GB und USA
Realisierung: Alle Fachlehrer Englisch
Evaluation: Fachkonferenz Englisch am Ende des Schuljahres
2005/2006
2.2.2 Spanisch
Ausgangslage: Seit dem Schuljahr 2001/2002 wird Spanisch
als zweite oder dritte Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 9 angeboten.
Perspektive: Konsolidierung der Spanischkurse in Jgst.
9 und 10. Kontaktaufnahme zu einer Schule in Spanien.
Evaluation: Fachlehrer Spanisch am Ende des Schuljahres
2005/2006
2.2.3 Arbeitsgemeinschaften im künstlerisch/musischen
Bereich
Chorarbeit
Ausgangslage:Es nimmt nur eine relativ kleine Anzahl von Schülern teil.
Perspektive: Chorarbeit ab Klasse 5. Es ist das Ziel
dauerhaft einen leistungsstarken Schulchor aufzubauen, in dem mehrstimmiges
Singen unterschiedlicher Stilarten praktiziert wird. Kooperation mit den anderen
AGs im FB Musik.
Verantwortlich: Fachlehrer Musik
Sachkompetenz: s.o.
Mittel: Geld für Noten
Realisierung: s.o.
Evaluation: Fachkonferenz Musik am Ende des Schuljahres
2005/2006
Schulband
Ausgangslage: 8 Schüler spielen in der Schulband. Jährlich
treten sie mindestens zwei Mal auf und spielen Musikstücke aus dem Genre
der Rock-Popmusik.
Perspektive: Durch die Öffnung der Schule zu externen
Anbietern (Musikschule) soll das Angebot an Instrumentalunterricht sukzessive
erweitert werden und die Schulband ausgeweitet werden. Kooperation mit den anderen
AGs im FB Musik.
Verantwortlich: Fachlehrer Musik (Herr Rau)
Sachkompetenz: s.o.
Mittel: Geld für Noten und Instrumente
Realisierung: s.o.
Evaluation: Fachkonferenz Musik am Ende des Schuljahres
2005/2006
Handglocken
Ausgangslage: Erfolgreiche Ensemblearbeit, Kontakte
in die USA und zu anderen europäischen Ländern. Präsentation
der Schule
Perspektive: Fortsetzung der Arbeit durch Gewinnung
neuer Mitspieler in der Klasse 5
Verantwortlich: Frau Dörr, Christa und Herr Balzer,
Verein
Sachkompetenz: s.o.
Mittel: Eigenmittel durch Konzerte
Realisierung: Handglocken AG
Evaluation: Jahreshauptversammlung des Vereins, Gesamtkonferenz
am Ende des Schuljahres.
Darstellendes Spiel
Ausgangslage: In der AG Darstellendes Spiel der Jahrgangsstufen
9 und 10 werden Themen aufgegriffen, die die Jugendlichen, die in ihr aktiv
sind, bewegen: U.a. Pubertätsprobleme, Drogenprobleme, Beziehungsprobleme,
Mobbing. Daraus entstehen eigene Theaterstücke, die öffentlich präsentiert
werden (u.a.: im Rahmen der Festspiele Wetzlar)
Perspektive: Fortsetzung der Arbeit; Kooperation mit
Fachbereich Musik, Kunst
Verantwortlich: AG-Leiter (Frau Tilli) und weiterer
Fachlehrer Deutsch oder musisches Fach.
Sachkompetenz: s. o.
Mittel: WPF II
Realisierung: s.o.
Evaluation: Aufführung des erarbeiteten Theaterstückes.
2.2.4. Weitere Arbeitsgemeinschaften
Informatik/Netzwerk-AG:
Ausgangslage: Es sind nur einige Klassenräume in
das Netz integriert. Das Sekretariat hat bisher keinen Internetzugang.
Perspektive: Das bestehende Netz (Raum 208 und 209)
zu pflegen und in den Klassenräumen des 2. und 3. Stockes für Internetzugänge
zu sorgen. E-mail und Internetzugang im Sekretariat sicherzustellen.
Verantwortlich: Fachlehrer Informatik
Sachkompetenz: Herr Güßfeld, Herr Weller
Mittel: Gelder des Schulträgers aus Schule @ Zukunft.
Entlastungsstunden aus Stunden des Landes Hessen für IT-Beauftragte.
Realisierung: Im Rahmen der AG mit begabten Schülern
Evaluation: Fachkonferenz des FB Informatik.
LSR ( Lese-, Schreib- und Rechtschreibschwäche )
Ausgangslage: Die Schüler, die an einer Lese-Rechtschreibschwäche
leiden, erhalten in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ein Zusatzangebot.
Perspektive: Erarbeitung eines Trainingsprogramms für
die Jahrgangsstufen 5 und 6. Justiziable Handhabung des LRS-Erlasses bei der
Korrektur der Arbeiten und Erteilung von Zeugnisnoten. Qualifizierung von Fachlehrern
Deutsch.
Realisierung: Fortbildung für Kollegen im Fachbereich
Deutsch, was Diagnostik und Therapie betrifft.
Evaluation: Fachkonferenz Deutsch am Ende des Schuljahres
2005/2006.
PAG und SV ( Politische Arbeitsgemeinschaft und Schülervertretung
)
Ausgangslage: Die politische Arbeitsgemeinschaft wird
von Schülern der Klassenstufen 9 und 10 geführt. Sie organisiert Veranstaltungen
zu aktuellen politischen Fragen und lädt Referenten ein. Sie kooperiert
mit der Jugendpflege der Gemeinde Hüttenberg. Für jedes Schuljahr
wird ein Veranstaltungsprogramm aufgestellt.
Perspektive: Die SV-Arbeit wird durch stärkere
Einbindung in die Unterrichtsarbeit intensiviert. Es findet eine enge Zusammenarbeit
mit den Mitgliedern des Schüler- und Jugendparlamentes statt.
Verantwortlich: Verbindungslehrer, Frau Döring
Sachkompetenz: Lehrerkollegium
Mittel: Deputatsstunde für Schülerparlament.
Mittel aus dem Haushalt der Gemeinde Hüttenberg
Realisierung: Schüler der Jahrgangsstufen 5 –
10, Verbindungslehrer und Frau Döring, Jugendpflege.
Evaluation: Beteiligte Schüler im Rahmen einer
Befragung am Ende des Schuljahres.
AG Streitschlichter ( siehe 3.1.1 )
AG Talentförderung Mathematik ( Jahrgang 5
und 6 )
Sport
Ausgangslage: AGs werden in Handball und Leichtathletik
angeboten.
Perspektive: Fortsetzung der sehr erfolgreichen Arbeit
Verantwortlich: Fachbereich Sport
Mittel: Haushaltsmittel-Investitionsbudget des
LDK
Realisierung: Arbeitsgemeinschaften, Jugend trainiert
für Olympia
Evaluation: Fachkonferenz Sport. Am Ende des
Schuljahres 2005/2006
AG „Rund ums Wasser“ als naturwissenschaftliche
Arbeitsgemeinschaft
(Detail siehe 4. )
AG Schulsanitätsdienst
Ausgangslage: Ca. 20 Schüler der Klassen sieben
bis 10 werden zur Zeit zu Schulsanitätern ausgebildet. Dies erfolgt einmal
wöchentlich .
Perspektive: Ausbau des Schulsanitätsdienstes
zu einer festen Einrichtung der Schule. Ständige Erste-Hilfe-Bereitschaft
durch einen Dienstplan und zeitnahe Hilfeleistung durch ein Alarmierungssystem
während der gesamten Schulzeit. Anschaffung/Ausbildung AED/Oxylator ( Laien-Defibrillator
sowie Laien-Beatmungsgerät ). Ausbildung aller Schüler in Erster-Hilfe.
Eventuell Ausbildung an AED und Oxylator.
Die Veränderung unserer Gesellschaft verlangt, dass die sozialen Kompetenzen
in der Schule kontinuierlich gefördert werden.
Rücksichtnahme, Respekt, Toleranz, Kompromissfähigkeit und Gewaltfreiheit
sollen das Miteinander in unserer Schule prägen. Grundlegend für die
Schulung sozialer Kompetenzen sind:
Ausgangslage: Die Schulordnung regelt das soziale Miteinander.
Ein Maßnahmenkatalog beschreibt die Konsequenzen bei Nichteinhaltung.
In diesem Maßnahmenkatalog sind die jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt
Perspektive: Die Schulordnung muss regelmäßig
auf Durchführbarkeit und Umsetzung überprüft werden. Das gleiche
gilt für den Maßnahmenkatalog.
Verantwortlich: Schulleitung
Sachkompetenz: Lehrerkollegium
Mittel: Realisierung: alle Lehrer
Evaluation: am Ende eines Schuljahres in den Jahrgangskonferenzen
3.1.2 Unterrichtsgestaltung
Ausgangslage: In allen Klassen werden verschiedene
Unterrichtsformen in unterschiedlichem Maße durchgeführt: Frontalunterricht,
Partner- und Gruppenarbeiten, projektorientiertes Lernen und Stationenlernen.
Durch die Übernahme von Klassendiensten werden die Schüler in vielen
Klassen dazu angehalten, für ihre Klassengemeinschaft Verantwortung zu
übernehmen.
Perspektive: Wenn Partner- und Gruppenarbeit zu echter
Teamarbeit werden und damit auch das soziale Lernen gefördert werden soll,
dann müssen die Schüler systematisch lernen und üben, konstruktiv
und zielstrebig zusammen zu planen, zu arbeiten und die jeweils geltenden Regelsysteme
zu beachten sowie ihre Arbeiten zu präsentieren und den Gruppenprozess
zu reflektieren. Wünschenswert wäre es, in allen Klassen ein fächerübergreifendes
Teamtraining durchzuführen und dies mit fachspezifischer Teampflege zu
ergänzen.
Verantwortlich: Schulleitung, alle Lehrer
Sachkompetenz: alle Lehrer, Jahrgangsstufen- und Fachkonferenzen
Materialien: Loch u.a.: Soziales Lernen und Methodenlernen
Band 3
Klippert: Teamentwicklung im Klassenraum,
Ordner „Förderung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen
Realisierung: Ab Schuljahr 2005/06
Evaluation: Reflexion über Durchführung
und und Entwicklungsstand der Klassen in den Klassenkonferenzen
Ausgangslage: Die Vermittlung von sozialen Kompetenzen
ist das wirkungsvollste Instrument zur Verminderung jugendlichen Problemverhaltens.
Sie wirkt gegen Versagen in der Schule, Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft
und Missbrauch von Suchtmitteln. (Prof. Dr. Klaus Hurrelmann)
Aus dieser Erkenntnis heraus versuchen wir unsere Schüler zu stärken,
indem wir in den Klassen 5 –7 das Lions-Quest-Programm „Erwachsen
werden“ in das Curriculum des GL-, Deutsch-, Religions- und Biologieunterrichts
einiger Klassen aufgenommen haben. „Erwachsen werden“ fördert:
- die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls,
- die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und denen
der anderen,
- die Fähigkeit, Kontakte aufzunehmen, Freundschaften aufzubauen,
- kritisches Denken und den Mut , die eigene Meinung offen zu vertreten,
- die Bereitschaft, sich für sich selbst und andere zu engagieren und Verantwortung
zu übernehmen,
- die Fähigkeit, sich verantwortlich zu entscheiden und auch zu handeln.
Auch die Eltern werden in dieses Konzept durch unsere „Elternakademie“
einbezogen. Hier werden Vorträge, Arbeitskreise und Diskussionsforen zu
Erziehungsproblemen angeboten.
Perspektive: Die bisherigen guten Erfahrungen mit Lions-Quest
„Erwachsen werden“ verstärkten den Wunsch, dies in allen Klassen
durchzuführen. Daher ist eine Teilnahme zumindest aller Klassenlehrer der
Jahrgangsstufen 5 – 7 an einem Einführungskurs anzustreben, um die
Erfahrungen der folgenden Inhalte zu gewährleisten:
Klasse 5 : Das Zusammenleben in unserer Klassen
Stärkung des Selbstvertrauens
Klasse 6: Wie gehen wir miteinander um: Konstruktiv Konflikte lösen
Klasse 7: Suchtprävention
Klasse 8: Entscheidungen für die Zukunft treffen, Berufsvorbereitung
Wichtig wäre weiterhin die Bereitstellung einer Klassenlehrerstunde, Projekttagen
und/ oder die verbindliche Übernahme in das Hauscurriculum der o.g. Fächer..
Verantwortlich: Schulleitung, Klassen- und Fachlehrer
Sachkompetenz: Frau Döring, Klassen- und Fachlehrer
Materialien: LQ-Ordner
Realisierung: Bis Ende Schuljahr 2006/7
Evaluation: Fragebogen
3.1.4 AG Streitschlichter
Ausgangslage:Ein weiterer
Beitrag zur Gewaltprävention und Förderung der Eigenverantwortlichkeit
unserer Schüler ist die Einführung der AG „Streitschlichter“.
Wir gehen in dieser AG davon aus, dass Konflikte in unserem Zusammenleben etwas
ganz Normales sind. Sie bieten eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung
der gegenseitigen Beziehung. Die entscheidende Frage ist, wie diese Konflikte
zur Kenntnis genommen und bearbeitet werden.
So haben wir ein Konzept entwickelt, in dem Schüler möglichst umfassend
als Streitschlichter ausgebildet werden. Sie trainieren in Rollenspielen an
Beispielen aus ihrem Alltag Konflikte zu analysieren, zu klären und lösen,
Kommunikationstechniken und die Grundregeln der Mediation.
Jährlich werden Schüler aus den Klassen 5 und 6 zu Streitschlichtern
ausgebildet, um dann Konflikte mit ihren Klassenkameraden bearbeiten zu können.
Perspektive: Ziel ist es, aus jeder Klasse Schüler
zu Streitschlichtern auszubilden, die von den Klassenlehrern und der Klasse
in ihrer Arbeit unterstützt werden und zusätzlich supervisorisch betreut
werden. Ein kleiner Arbeitsraum sollte für die Streitschlichter eingerichtet
werden.
Verantwortlich: Lehrer, Schulleitung
Sachkompetenz: Frau Döring
Materialien: Schlichtungsraum,
Realisierung: Bis Schuljahr 2007/2008
Evaluation: Befragung der Klassenlehrer und Streitschlichter
3.1.5 Demokratische Erziehung
Demokratische Erziehung fördert eine engagierte Beteiligung der Schüler
am Schulleben. Eigenverantwortlichkeit, Mitbestimmungsfähigkeit, Kritik-
und Konfliktfähigkeit sollen vermittelt werden. Hierbei hat die SV-Arbeit
einen großen Stellenwert.
SV-Arbeit auf Schulebene
Ausgangslage: An unserer Schule gibt es ein SV- Team
bestehend aus 15 Mitgliedern. Die SV ist in den großen Pausen für
alle Schüler im SV-Raum zu erreichen. Sie kümmern sich um Probleme
anderer Schüler, organisieren Partys, Feste und andere Veranstaltungen.
Perspektive : Erarbeitung eines Leitfadens für
die SV-Arbeit mit Hinweisen zur Vorbereitung und Leitung einer Schülerratssitzung
und Protokollführung.
Verantwortlich: SV-Team, Vertrauenslehrer
Sachkompetenz: Vertrauenslehrer, Referenten der Landesschülerkonferenz,
AFL
Mittel: Materialsammlung, SV-Interne Fortbildung, evtl.
Finanzierung durch den Förderverein
Realisierung: 1-2 Jahre nach Beendigung des Schulprogramms
Evaluation: Bericht des SV-Vorstandes
SV-Arbeit auf Klassenebene
Ausgangslage: Im 5.Schuljahr gibt es eine Klassenlehrerstunde,
die zur SV-Arbeit genutzt wird. Diese Stunde ist in den folgenden Klassen im
Stundenplan nicht mehr vorgesehen. In den meisten Klassen wird die SV-Arbeit
dann auf ein Minimum begrenzt, da sonst Unterrichtsstunden ausfallen. Einige
Klassen haben einen Klassenrat.
Perspektive: In den Klassen 6-10 gibt es eine rotierende
Klassenratsstunde, so dass jedes Fach betroffen ist. ( 14-tägig ) Hierbei
wäre die Bildung eines Klassenrats erforderlich, der die Schüler befähigt
eine SV-Stunde in Eigenregie durchzuführen. Der Klassenrat ist dazu da,
alle die Klasse betreffenden Angelegenheiten zu besprechen. Solche Angelegenheiten
können sein: Probleme mit Mitschülern, Probleme mit Lehrern, Gestaltung
des Klassenraumes, Aktivitäten der Klasse, SV- Angelegenheiten, Anträge
von Schülern und Lehrern - auch an das Jugendparlament, Weiterentwicklung
der Schule.
Sachkompetenz : Jahrgangsteams, Lehrkräfte, die
sich auskennen
Mittel: entsprechende Fortbildung , „Bildung eines
Klassenrats“ (siehe Anhang)
Realisierung: Im Schuljahr 2005/ 2006
Evaluation : Bericht in Jahrgangsstufenkonferenzen
Jugendparlamentparlament
Ausgangslage: Zur Förderung des politischen und
sozialen Engagements unserer Schüler entsteht in Zusammenarbeit mit der
Gemeinde Hüttenberg, den Grundschulen Hochelheim und Rechtenbach das Projekt
„Hüttenberger Jugendparlament.“ Die Schüler der 5., 6.,
7. und 8. Klassen wählen ihre Vertreter im Schülerparlament, diskutieren
ihre Interessen und Wünsche in der Gemeinde, die in Form von Anträgen
dem Schülerparlament zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Einen vorher
festgelegten finanziellen Rahmen sichert die Gemeinde zur Verwirklichung der
Beschlüsse zu.
Perspektive: Das Schülerparlament soll in den
nächsten Jahren bis zur Klasse 10 ausgebaut werden. Die Teilnahme der Basis
kann durch die Klassenräte gewährleistet werden. Eine regelmäßige
Fortbildung der Jugendparlamentarier in Fragen der Antragstellung, Protokollführung,
und Pressearbeit sollte durchgeführt werden. Die Unabhängigkeit des
Parlamentes sollte gesichert sein.
Verantwortlich: Jugendparlament, Gemeinde, Frau Döring,
Lehrer
Sachkompetenz: s.o. Referenten
Mittel: s. o.
Realisierung: Ende Schuljahr 2006/2007
Evaluation: Bericht am Ende jeder Legislaturperiode
3.1.6 Klassenfahrten
Klassenfahrten sind ein Ort sozialen Lernens, da die Schüler hier eine
Woche intensiv zusammen leben.
Ausgangslage: An unserer Schule finden Klassenfahrten
in den Jahrgängen 5/ 7/ 9 statt.
In den Klassenstufen 6/ 8/ 10 finden zur gleichen Zeit Wanderwochen statt.
Perspektive:
Klassenfahrten in der Klasse 5 sollen unter dem Thema „Teamfähigkeit-
Erlebnispädagogik“ stehen.
Wanderwoche in der Klasse 6 mit Schwerpunkt „Kommunikationstraining“
in Verbindung mit Ausflügen.
Klassenfahrten in den Klassen 7
Wanderwoche in den Klassen 8 – Berufsvorbereitende Themen in Verbindung
mit Ausflügen
Klassenfahrt in den Klassen 9
Wanderwoche in den Klassen 10 – Vorbereitung der Abschlussfeier in Verbindung
mit Ausflügen.
Verantwortlich : Schulleitung , Jahrgangsteams
Sachkompetenz: s.o.
Mittel:
Realisierung: Schuljahr 2006/2007
Evaluation: in den Jahrgangskonferenzen
3.1.7 Sozialarbeit ( Erziehungshilfe –
Umgang mit Verhaltensauffälligen Schülern )
Es wird an der Schule eine stetig steigende Anzahl von Schülern registriert,
die ein in vielfältiger Form auffälliges Verhalten zeigen. Die traditionell
der Schule zur Verfügung stehenden pädagogischen und rechtlichen Mittel
reichen zunehmend weniger aus, um diese zum Teil recht heftigen Störungen
sinnvoll aufzufangen. Es ist daher das Ziel der GS-Schwingbach das bestehende
Unterstützungsangebot ständig zu optimieren und zu erweitern.
Ausgangslage: Schwerpunkte sind:
Prävention
In den verschiedenen Schulstufen werden verbindliche Bausteine (Projekte/ Programme)
installiert, die u.a. zur Stärkung des Selbstbewusstseins, zur Lösung
Von Konflikten, zur Verhaltensreflexion oder dem Aggressionsabbau dienen ( Lions-
Quest und Streitschlichter)
Ambulante Maßnahmen
Um in Einzelfällen dem jeweiligen Schüler die beste Unterstützungsmaßnahme
zukommen zu lassen, ist ein innerschulisches und außerschulisches Netzwerk
im Aufbau, welches zur Verfügung stehende unterstützende Institutionen
engmaschig miteinander verbindet. Dies soll auf den jeweiligen Fall zugeschnittene
Maßnahmen ermöglichen, die in enger Kooperation aller Beteiligten
(Schüler, Eltern, Klassenlehrer, Erziehungshilfe-Lehrer, Päd. Leiter,
Vertreter der Institutionen) zügig umgesetzt werden können. Die Koordination
dieses Netzwerks erfolgt durch einen zentralen Ansprechpartner in der Schule.
Sie wird momentan durch den EH- Lehrer in enger Kooperation mit dem pädagogischen
Leiter ausgeführt. Das Netzwerk soll für alle Schüler, Eltern
und Lehrer transparent und nutzbar sein. Dazu dienen u. a. regelmäßige
Informationen an alle einzubindenden Personen.
Perspektive: Qualifizierung des Kollegiums:
Ein qualitativ guter und didaktisch- methodisch moderner Unterricht bildet die
Grundlage einer individuell optimalen Förderung. Dazu werden regelmäßige
Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt ( Lions- Quest, Methodenkompetenz
). Für den Umgang mit besonders auffälligen Schülern sollte die
Möglichkeit der Fortbildungsmaßnahmen in verschiedenen Institutionen
des oben beschriebenen Netzwerks genutzt werden.
Verantwortlich: Lehrer, Herr Hahn
Sachkompetenz: Herr Hahn
Realisierung: sofort
Evaluation: Am Ende des Schuljahres
3.2 Weiterentwicklung fachlicher Kompetenzen
Ausgangslage: Im Folgenden sind Arbeitsschwerpunkte
aufgeführt, die im Regelunterricht durchgeführt werden, z. T. aber
auch darüber hinausgehen. Diese Ausführungen sind ein Auszug aus der
Arbeit an unserer Schule, eine vollständige Darstellung kann im Rahmen
des Schulprogramms nicht erfolgen.
Sprachen- und Austauschprogramme
Im fremdsprachlichen Bereich bieten wir als Fremdsprachen Englisch, Französisch,
Latein und Spanisch an. Um die fremdsprachlichen Kompetenzen unserer Schülerinnen
und Schüler über den Unterricht hinaus zu erweitern, aber auch, um
Selbstständigkeit und Eigentätigkeit zu befördern, haben wir
Austauschprogramme entwickelt. Zurzeit bestehen folgende Austauschprogramme
an unserer Schule:
Französisch, Jahrgangsstufe 7-9: Schüleraustausch Crémieu
Französisch, Jahrgangstufe 10: Fahrt nach Straßburg
Jahrgangstufen 7-9: Dänemark – Austausch
Projektarbeit im Fachunterricht Über die Projektwoche hinaus gibt es Formen des Projektlernens im
Regelunterricht. Ziele des Projektlernens sind die Förderung von Eigenständigkeit,
Praxisnähe, Prozess- und Ergebnisorientierung. Beim Projektlernen wird
besonderer Wert auf die Präsentation und Visualisierung von Arbeitsergebnissen
gelegt. An unserer Schule finden folgende Projekte statt:
* Fächerübergreifendes Projekt: Magnetator – Schulprojekt (Verweis!)
* Religion: Projekt „“Soziales Engagement“, Besuch eines Klosters,
„Vision“ Alltag
* Erdkunde: Projekt China, Japan, Rhein-Main
* Biologie: Projekt Wald
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen
Die Lehrer/innen und Fachlehrer betreuen regelmäßig SuS bei mathematischen
Wettbewerben, z.B. der Mathematikolympiade oder dem Hessentest. Naturwissenschaftliche
Kompetenzen fördern wir in Biologie, Chemie und Physik durch verstärkten
Experimentalunterricht. Eine weitere Säule des naturwissenschaftlichen
Unterrichts stellt der Einsatz von Neuen Medien dar.
Medien- und Informationstechnische Grundbildung Im Sinne einer an den Interessen und der Berufswahl angepassten Ausbildung
ist die Stärkung der Medienkompetenz ein unerlässlicher Bestandteil
der Ausbildung der Schüler. Die Vermittlung dieser Kompetenz wird von allen
Fächern gemeinsam übernommen. Detaillierte Informationen sind dem
Punkt Medienkompetenz (5.) zu entnehmen.
Lebens- und Berufsorientierung Die Vorbereitung auf die Berufs– und Arbeitswelt ist ein zentraler
Bestandteil der Ausbildung an der Gesamtschule Schwingbach. In den Jahrgangstufen
8 bzw. 9 findet ein Betriebspraktikum statt, in dem die SuS Gelegenheit erhalten,
einen Betrieb näher kennen zu lernen. Im Fach Arbeitslehre werden neben
handwerklichen Grundfertigkeiten auch ökonomische Zusammenhänge (z.B.
durch Besuche in Betrieben) vermittelt und thematisiert. Im Bereich der Gesundheitsförderung
wird im Sportunterricht eine Wahrnehmung der Ausgleichsfunktion angestrebt.
Das Fach Biologie leistet durch die Vermittlung von gesunder Ernährung
/ Lebensweise ebenfalls einen Beitrag zur Gesundheitsförderung.
Perspektive:
* Stärkere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fächer (Fächerübergreifender
Unterricht). Eine Zusammenarbeit zwischen Biologie und Physik sind in den Bereichen
Akustik und Optik wünschenswert.
* Größere Leistungsdifferenzierung im Unterricht
* Förderung von Methodenkompetenz
* Vermittlung von Lernstrategien
* Verstärkter Besuch von außerschulischen Lernorten
* Im Fach Deutsch als Zusatzangebot zur Leseförderung die Einrichtung von
Lese- oder Bücherclubs, gestaffelt nach Jahrgängen (5/6, 7/8, 9/10)
mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Verantwortlich: Kollegium
Sachkompetenz: Kollegium
Evaluation: Am Ende des Schuljahres
3.3 Vermittlung von Schlüsselqualifikationen
Ausgangslage: Das Kollegium entschied sich im SJ04/05 in die Umsetzung
des SyLT-Konzeptes mit Trainingsbausteinen zur Kommunikationsfähigkeit
einzusteigen. Dies erfolgte in den einzelnen Klassen in unterschiedlichem Maße
im Rahmen des Klassenlehrer- und Fachunterrichtes.
Perspektive: In allen Klassenstufen sollten Methodentage
in den ersten beiden Schulwochen vorausgehen bzw. in den Wanderwochen, die für
Eintagestouren genutzt werden, durchgeführt werden.
Die Inhalte könnten folgendermaßen verteilt werden:
5./6. Schuljahr: Arbeitsorganisation und Sozialformen
* Entdecken des eigenen Lerntyps
* Klassenregeln
* Heftführung, Ordnergestaltung
* Arbeitsplatzgestaltung
* Hausaufgabenmanagement
* Methoden des Gedächtnistrainings
* Vorbereitung von Klassenarbeiten
* Effektives Lesen und Bearbeiten von Texten
* Partner- und Gruppenarbeit
* Lesetechniken
* Nutzen eines Lexikons
* Diskussionsregeln
7./8. Schuljahr: Kommunikationstraining
* Untersuchung des eigenen Gesprächsverhaltens
* Regeln für die mündliche Mitarbeit
* Abbau von Sprechangst
* Effektives Präsentieren und Aufnehmen von Arbeitsergebnissen
* Aktives Zuhören
* Mind-Mapping
* Referate erarbeiten und halten
* Protokoll schreiben
* Experimente durchführen
* Konfliktlösestrategien
9./10. Schuljahr: Teamentwicklung/Präsentationstechniken * Präsentieren/ Referate
* Exzerpieren/Zitieren
* Arbeit mit Statistiken und Diagrammen
* Lernergebnisse visualisieren
* Bewerbungstraining
* Internetrecherche
* Gruppenarbeit organisieren
* Erarbeiten von Regeln für die Teamarbeit
* Rollen- und Planspiele
* Erörterung/ Pro- u. Contra-Debatte
* ABC der Rhetorik
* Sensibilisierung für Bedeutung und Vorzüge der Gruppenarbeit
* Reflexion schulischer Gruppenprozesse
* Einüben von Gruppenarbeitstechniken
* Grundlagen der konstruktiven Konfliktlösungen
Weiterhin sollte in den Fachkonferenzen das themenbezogene Training der einzelnen
Methoden geplant und im Stoffplan festgeschrieben werden.
Verantwortlich: Schulleitung, Jahrgangsstufen- und
Fachkonferenzen
Mittel: Schulinterne Materialien, Fachliteratur zu SyLT,
Klippert, Cornelsen Scriptor, Realschule, Engert, Lions Quest „Erwachsen
werden“
Realisierung: Bis Schuljahr 2006/7
Evaluation: Erfahrungsaustausch in Fach-, Jahrgangsstufen-
und Gesamtkonferenzen
3.4. Förderung von Begabung
Ausgangslage: Begabte Schüler wurden bisher durch
folgende Möglichkeiten unterstützt
* Beschleunigtes Lernen wie das Überspringen von Klassen und der Teilunterricht
in höheren Klassen
* Vertieftes Lernen durch innere Differenzierung, Zusatzangebote, AG-Angebote,
Teilnahme an Wettbewerben , schulübergreifenden Projekten und Angeboten
auf Kreisebene im Zentrum für Mathematik und im Zentrum für Literatur,
der Phantastischen Bibliothek . Weiterhin wurde Schülern die Teilnahme
an Ferienakademien der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind
e. V. vermittelt. Schüleraustauschprogramme und bilingualer Unterricht
bieten eine intensivere Auseinandersetzung mit Fremdsprachen.
Perspektive: Kollegen sollten geschult werden in der
Diagnose von Begabungen und Hochbegabungen, und in der Begabtenförderung.
Die Weiterführung und der Ausbau der bisherigen Angebote sollte angestrebt
werden.
Verantwortlich: Pädagogischer Leiter, Klassen-
und Fachlehrer
Mittel: Begabte Kinder finden und fördern, ein
Ratgeber für Eltern und Lehrer Herausgeber BMBF, Amtsblatt, Fachliteratur,
Materialien anderer Schulen
Realisierung: Jährlich
Evaluation: Auswertung der Maßnahmen mit entsprechenden
Schülern , Eltern und Lehrern, Erfahrungsaustausch in Gesamtkonferenzen
3.5.Vorgehen bei Leistungsversagen
Ausgangslage:
Hauptarbeitspunkte bei der Ursachenforschung
Für eine Klärung der Ursachen des Leistungsversagens wird zunächst
das Gespräch mit dem Schüler gesucht. Um festzustellen, ob auch andere
Lehrer dieses Schülers betroffen sind, kann eine Klassenkonferenz einberufen
werden. In einem weiteren Schritt oder auch parallel dazu wird das familiäre
und schulische Umfeld auf mögliche Ursachen hin überprüft (Überforderung,
familiäre Situation wie z.B. Scheidung, Probleme in der Klasse). Diese
drei Schritte bilden zunächst die Hauptarbeitspunkte.
Weitere schulische Maßnahmen sowie Einbeziehung von
außerschulischen Institutionen
Im Bedarfsfall kann darüber hinaus ein Netzwerk aus folgenden schulischen
und außerschulischen Maßnahmen aktiviert werden: Zu den schulischen
Maßnahmen gehören die Sozialarbeit an Schulen, Pädagogische
Maßnahmen und Ordnungsmaßnahmen (z.B. Versetzung in eine Parallelklasse).
Vom Klassenlehrer bzw. Erziehungshilfelehrer kann ein sonderpädagogisches
Überprüfungsverfahren eingeleitet werden:
Lernhilfe (bei Überforderung)
Erziehungshilfe (bei Krankheit, schwieriges familiäres und schulisches
Umfeld).
Als außerschulische Institutionen stehen Erziehungsberatungsstellen, Jugendamt
und ärztliche Behandlung/Jugendpsychiatrie zur Verfügung.
Perspektive: Kollegen sollen geschult werden in der
Diagnose von Hochbegabungen. Der Ausbau der bisherigen Angebote soll angestrebt
werden.
Verantwortlich: Kollegium, Herr Hahn, Herr Balzer
Realisierung: Kollegium
Evaluation: Jährlich
3.6. Vorbereitung auf Schulabschlüsse, Perspektiven
und Möglichkeiten nach der Sek. I
Vier Fragenkomplexe stehen dabei im Mittelpunkt:
1. Wie werden unsere Schüler in den oberen Klassen (8 -10) auf das Erreichen
der Schulabschlüsse vorbereitet?
2. Wie werden unsere Schüler, die weiterführende Schulen besuchen,
auf die Anforderungen des Unterrichts an diesen Schulen vorbereitet? Reichen
die Grundlagen, die in der Sek. I vermittelt und geübt wurden, um in weiterführenden
Schulen erfolgreich zu sein?
3. Erhalten unsere Schüler Hilfen bei der Berufswahl?
4. Wie werden unsere Schüler, die eine Ausbildung bzw. Lehre beginnen auf
die Anforderungen im Berufsleben vorbereitet? Reichen die Grundlagen, die in
der Sek. I vermittelt und geübt wurden, um im Berufsleben, in der Berufsschule
erfolgreich zu sein?
3.6.1 Schulabschlüsse:
Ausgangslage:
- Die Richtlinien über das Erreichen eines bestimmten Abschlusses werden
vom Kultusministerium vorgegeben (Ergebnis der Präsentation, Haupt- und
Realschulprüfungen, Halbjahrsnoten in Haupt- und Nebenfächern).
- Wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten für das Erreichen der Abschlüsse
werden von Anfang an trainiert:
- Ab Klasse 5: selbständiges Erarbeiten und Präsentieren von Ergebnissen
zu komplexen Themen
- Ab Klasse 7: Projektarbeit im Fach Arbeitslehre als Vorbereitung auf die Projektprüfung
- Klassen 9 und 10: mehrwöchiges Üben vor den Haupt- und Realschulprüfungen
mit folgenden Trainingsheften:
Abschluss Prüfungsaufgaben und Training, Englisch, Stark Verlag
Abschluss Prüfungsaufgaben und Training, Mathematik, Stark Verlag
Abschlussprüfung Deutsch, Cornelsen Verlag
- AG Mathe/Deutsch
- Klasse 9: eine zusätzliche Matheförderstunde
Perspektive: Das Erreichen des gewünschten Schulabschlusses
ist für viele Schüler (und Eltern) das wichtigste Ziel der Schulzeit
bzw. der Sinn von Schule überhaupt. Der Erwerb von Fähigkeiten, Fertigkeiten,
Bildung, Wissen und sozialen Verhaltensweisen drückt sich auch im Abschlusszeugnis
aus. Ein Abschlusszeugnis sollte dem Schüler Chancen und Möglichkeiten
in der Lebensplanung eröffnen. Kein Schüler sollte ohne Abschluss
die Schule verlassen. Schüler mit besonderen Schwierigkeiten müssen
früh genug erkannt (Klassenkonferenz) und mit Hilfe besonderer Maßnahmen
(psychologische und fachliche Hilfs- und Förderangebote) Hilfe unterstützt
werden. Alle möglichen Mittel sollten eingesetzt werden, um dieses Ziel
zu erreichen, auch wenn akzeptiert werden muss, dass der Handlungsspielraum
begrenzt ist.
3.6.2 Vorbereitung auf den Unterricht an weiterführenden
Schulen
Ausgangslage:
- Der Koordinator berät Schülerinnen, Schüler und Eltern über
Fragen des Stufenübergangs, sowie über Struktur, Eingangsqualifikationen,
Ausbildungs- und Abschlussmöglichkeiten der gymnasialen Oberstufe.
- Durch den Koordinator erfolgen Rückmeldungen an das Kollegium über
die
Leistungen unserer Schüler an der Oberstufe.
- Klasse 10: Informationsfahrt zur gymnasialen Oberstufe Wetzlar
Perspektive : Es sollte allen Fachlehrern der Klassen
9 und 10 klar sein, wie der Lehrplan ihres Faches für das 11. Schuljahr
aussieht. Sollten Schüler unserer Schule in der Klasse 11 in bestimmten
Fächern gehäuft Schwierigkeiten haben, sollte dies mitgeteilt und
analysiert werden. Ziel ist auch, das Arbeitsverhalten der Schüler in Klasse
10 so zu trainieren, dass rigide Kontrollmechanismen abgeschafft werden können,
d. h. Schülern muss klar werden, was selbständiges Arbeiten bedeutet.
Realisierung: Alle Lehrer, vorwiegend Lehrer der Jahrgangsstufen
9 und 10, Jahrgangsstufenkonferenzen
Evaluation: Rückmeldungen der weiterführenden
Schulen über Schüler unserer Schule müssen in Fachkonferenzen
analysiert werden.
3.6.3 Hilfen bei der Berufswahl
Ausgangslage:
- Bereits im Unterricht entwickeln Schüler Vorlieben und Neigungen zu bestimmten
Fächern, die sich auf die Berufswahl auswirken können.
- Besuch des BTZ (Berufsbildungs- und Technologiezentrum), Bachweide, mit Schülern
der 9. Hauptschulklassen, Informationen über handwerkliche Berufe
- Besuch des BIZ (Berufsinformationszentrum) in Wetzlar
- Zweiwöchiges Praktikum in heimischen Firmen/Betrieben/Behörden für
alle Schüler zu Beginn des 9. Schuljahres
- Ausstellung heimischer Firmen (Hensold, Pro-Zukunft, Leica, Buderus) in der
Schule, erste Kontaktaufnahme für Lehrstellen (Jahrgangstufe 8)
- Berufsbildungsmesse in der Siemensschule, Veranstalter: Industrie- und Handelskammer
(Informationen für Schüler der Jahrgangstufe 9)
- Information und Hilfestellung bei der Berufswahl durch eine Vertreterin des
Arbeitsamtes (Berufsberaterin Frau Meinlschmidt) an unserer Schule (siehe Anlage)
Perspektive: Es wird angestrebt, dass für Hauptschüler
in Zukunft zwei Berufspraktika, nämlich im 8. und im 9. Schuljahr stattfinden
sollen. Schüler, die nach der Schule eine Lehre bzw. einen Ausbildungsplatz
anstreben, sollten sich über ihre Möglichkeiten, Wünsche und
Vorstellungen in Bezug auf einen Ausbildungsplatz im Klaren sein. Es sollten
alle Hilfen zur Realisierung des Berufswunsches gegeben werden.
Materialien: Materialien des BTZ, BIZ, Broschüre
„Machs richtig“,…usw.
Realisierung: alle Verantwortlichen
Evaluation: Befragung von ehemaligen Schülern
3.6.4 Vorbereitung auf das Berufsleben
Ausgangslage:
- Zusammenarbeit mit Betrieben und Schülern des Faches Arbeitslehre an
Projekten (Beispiel: Mülleimerbau)
- Fachleute aus Betrieben der Region geben Informationen an Schüler
- Arbeitskreis „Initiative Hauptschule“: Entwicklung spezieller
Programme mit Arbeitslehrelehrern und mit Vertretern aus Handwerk und Industrie
in Frankfurt
- Information durch einen Vertreter einer Bank zum Thema „Bewerbung, Vorstellungsgespräch“
- Information durch einen Vertreter der Krankenkasse zum Thema: "Die fünf
Säulen der Sozialversicherung“
- Block-und Tagespraktika für die Hauptschüler der Jahrgangsstufen
8 und 9
- Zweiwöchiges Praktikum in heimischen Firmen/Betrieben/Behörden für
alle Schüler zu Beginn des 9. Schuljahres, die Realschul- und Gymnasialklassen
besuchen
Vor- und Nachbereitung des Praktikums in den Fächern Deutsch und Arbeitslehre
(z. B. sachliches Schreiben, Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Bericht, Vorgangsbeschreibung,
Praktikumsmappe, Jugendschutzgesetz, Unfallverhütung am Arbeitsplatz, Berufsbilder,
Benimmregeln).
Perspektive : Eine Lehre oder Ausbildung sollte nicht
daran scheitern, dass die schulischen Voraussetzungen zur Bewältigung der
Aufgaben im Berufsleben fehlen.
Rückmeldungen aus Betrieben sollten dazu dienen, Unterrichtsinhalte auf
das Berufsleben abzustimmen und den Unterricht praxisnah zu gestalten. Schüler
und Lehrer sollten die Einstellungstests aus verschiedenen beruflichen Bereichen
kennen. Hauptschüler sollten 2 Praktika absolvieren (s. o.).
Verantwortlich: Schulleitung, Klassen- und Fachlehrer
der Abgangsklassen
Sachkompetenz: Klassen- und Fachlehrer der Abgangsklassen
Realisierung: Klassen- und Fachlehrer der Abgangsklassen
Evaluation: Befragung der Ausbilder, Befragung ehemaliger
Schüler (alle Jahrgänge)
4. Öffnung der Schule
Schule als Lernort muss Schülern nicht nur Wissen und fachbezogene Qualifikationen
vermitteln, sondern darüber hinaus soziale Erfahrungen ermöglichen
und die Stärkung der Ich-Identität fördern.
Das schließt die Notwendigkeit ein, „Nähe zum Lebensraum herzustellen
und Schule als soziales Erfahrungsfeld zu begreifen, in dem Schüler und
Lehrer, aber auch Eltern und andere Menschen aus dem schulischen Umfeld im Rahmen
eines lebendigen Schullebens gemeinsam lernen, handeln und Erfahrungen machen
können.“ Schulmagazin 5 bis 10, 3-2004
Leitfragen zur Planung einer fruchtbaren Kooperation zwischen Schule und Umfeld
können sein:
* Welche Schüler besuchen die Gesamtschule Schwingbach ?
* Welchen Einfluss hat die Lage unserer Schule auf mögliche Kooperationen
mit außerschulischen Partnern ?
* Welche Einrichtungen und Institutionen liegen in erreichbarer Nähe ?
* Welchen Einfluss üben sie aus ? Was bedeutet das für Lernchancen
und Lerngelegenheiten im schulischen Umfeld ?
* Können die Schülerinnen und Schüler in diesem Umfeld Erfahrungen
sammeln und Einsichten gewinnen, die sich im Rahmen der Schule nicht oder nur
schwer gewinnen lassen ?
* Spielen aus dem schulischen Umfeld spezifische Erfahrungen in Schule und Unterricht
herein, die aufgegriffen, thematisiert und reflektiert werden sollten ?
4.1 Kooperationen mit außerschulischen
Partnern
Mögliche Partner für Kooperationen:
Sportvereine
Kirchengemeinden
Lokale Geschichtsvereine
Unternehmen
Jugend- und Kulturzentren
Bauamt
Bürger- und Stadtteilbüros
Öffentliche Bibliotheken
Freiwillige Feuerwehr
Berufsberatung
Berufsinformationszentrum
Jugendverbände
Kreuznacher Diakonie
Beispiele für mit Kooperationen verbundene Lernerfahrungen:
1. Intensivierung und Erweiterung sozialer Beziehungen
2. Selbstständiges und selbsttätiges Erschließen von Wirklichkeit
3. Produktorientiertes Lernen und Arbeiten
4. Differenzierte Wahrnehmung und Aufarbeitung unterschiedlicher Standpunkte
5. Förderung kreativer Gestaltungskräfte
6. Förderung / Stärkung individueller Begabungen und Interessen
4.2 Schulische Arbeitsbereiche im Rahmen
von „Schule öffnen“:
4.2.1 Bestehende Angebote (Jahrgangsstufen)
und Verantwortlichkeiten
Austausch
8 – 10 Austausch mit Crémieu in Frankreich - Herr Fago / Herr
Köth
7 – 10 Austausch mit Dänemark - Frau Hegeling / Frau Tilli / Herr
Balzer / Herr Cordes
8 – 10 Comenius-Projekt mit England, Frankreich, Lettland, Rumänien
- Herr Fago
5 – 10 EU-Projekte - Herr Fago
7 – 10 White Horse Theatre
5 – 10 Lesungen
5 – 10 Experten in der Schule
5 – 10 Sportler in der Schule
5 – 10 Vorträge von Vereinen, Verbänden, Organisationen
5 – 10 Eltern als Experten
Präsentation der Schule nach Außen
9 & 10 Theateraufführungen der AGs - Frau Tilli / Frau Bender-Wulff
Darstellendes Spiel
5 – 10 Ausstellungen - FB Kunst
5 – 10 Handglocken-Konzerte - Frau Chr. Dörr
5 – 10 Chor- und Schulband-Auftritte - Herr Dörr & Herr Rau
5 – 10 Schulfeste, z.B. Weihnachtsbasar, Sommerfest u.Ä. - Kollegium
5 – 10 Projekttage & -wochen - Kollegium & Fachlehrer
5 – 10 Teich-AG (s. Naturwissenschaftl. AG) - Frau Röming / Frau
Schmitz
5 – 10 Projekte: soziale (Patenschaften) & fachbezogene (Magnetator)
Naturwissenschaftliche AG „Rund ums Wasser“ (Teich-AG)
Ausgangslage: Der alte Schulteich wurde vor vielen
Jahren von Lehrern und Schülern als Biotop angelegt. Leider fehlte in den
letzten Jahren ein Verantwortlicher, so dass die Absicherung und Pflege nicht
mehr gewährleistet war.
Realisierung:
- Absicherung durch Zaun
- Teilwasserwechsel durch Feuerwehr
- Neuanpflanzung heimischer Wasserpflanzen
- Rückschnitt der Hecken und Bäume
- Umweltschule in Europa
Verantwortlich:
- Kerstin Schmitz
- Cornelia Röming
- Schülerinnen und Schüler der AG (5. – 10. Schuljahr)
Mittel:
- Förderpreis des Lahn-Dill-Kreises für Naturschutz
- Spenden
- Einsatz von Kollegen und Eltern
Perspektive:
- Fächerübergreifender Unterricht (Chemie, Biologie, Physik)
- Ausbau des Geländes
- Pflege
- Umweltschule in Europa 2006
- Zusammenarbeit mit heimischen Firmen
- Naturbewusstsein fördern
- Zusammenarbeit mit heimischen Vereinen
- Schulgelände gestalten
Regelmäßige Zusammenarbeit mit außerschulischen
Organisationen
Die Gesamtschule Schwingbach hat im Rahmen des Programms „Ganztagsschule
nach Maß“ den Antrag auf Ausbau zur Schule mit ganztägigen
Angeboten gestellt.
Mit Genehmigung dieses Antrages wird die GSS ihre Angebote im Bereich „Schule
öffnen“ ausweiten.
Im Rahmen der „Sozialarbeit an Schulen“ werden schon für das
Schuljahr 2005 / 2006 weitere Angebote erarbeitet, deren Umsetzung nach Bedarf
und personellen sowie finanziellen Möglichkeiten erfolgt.
5. Medienkompetenz
5.1. Angebot an Printmedien und audiovisuellen Medien
Ausgangslage: Die Gesamtschule Schwingbach zeichnet
sich durch einen kontinuierlichen Ausbau der audio-visuellen Medien und Printmedien
aus.
Im Hinblick auf einen modernen und methodenreichen Unterricht stehen der Schulgemeinde
folgende Einrichtungen und Gerätschaften zur Verfügung:
* Für den Einsatz innerhalb der Fachräume und der einzelnen Klassenräume
stehen mehrere Tageslichtprojektoren, zwei portable Beamer und drei Notebooks
zur Verfügung. Die Aula und der Chemiehörsaal wurden mit einem festinstallierten
Beamer und zugehörigem Computer bestückt.
* EDV-Räume: Die beiden EDV-Räume sind mit jeweils 25 Computern ausgestattet.
Die installierte Software besteht aus: Office-, Web-, Grafik-, und fachbezogenen
Anwendungen. Zusätzlich haben alle Computer einen Internetzugang.
* Ein Netzwerk ermöglicht es den Lehrerinnen und Lehrern Daten für
die Schülerinnen und Schüler bereitzustellen. Zusätzlich kann
ein gemeinsamer Austausch vorgenommen werden.
* Eine Funknetzwerk (WLAN) ermöglicht es den Lehrerinnen und Lehrern in
einem Großteil der Schule über tragbare Notebooks das Internet und
die Datenbank der Schule anzuwählen.
* Ein Großteil der Klassenräume ist mit Computern bestückt,
die von den jeweiligen Klassen gewartet werden.
* Die Bibliothek ist mit Fachliteratur und Romanen aus dem Bereich der Kinder-
und Jugendliteratur bzw. weiterer Genre bestückt. Für die Arbeit am
Computer wurden ein Lehrerarbeitsplatz und ein Schülerarbeitsplatz eingerichtet.
Die Bibliothek ist in jeder 1. großen Pause geöffnet.
* Im Hinblick auf eine Öffnung der Schule nach innen und nach außen
steht der Gesamtschule eine eigene Internetplattform zur Verfügung. Sie
basiert auf einem redaktionellen System. Dieses System ermöglicht einzelnen
Benutzergruppen die Internetpräsenz für ihren Bereich zu verändern.
Präsentationen und aktuelle Themen können somit von jedem Fachbereich
und jeder Klasse autark vorgenommen werden. Zurzeit arbeitet aber nur ein kleiner
Prozentsatz an Lehrern und Schülern mit dem angebotenen System.
Perspektiven:
* Der kontinuierliche Ausbau der Soft- und Hardwareanwendungen muss weiterhin
forciert werden. Auch in den Klassenräumen soll mindestens ein Computer
zur generellen Ausstattung gehören.
* Innerhalb eines Intranets soll mit einem Benutzersystem jedem Lehrer und Schüler
eine Kennung zugeordnet werden. Über diese Kennung kann dann der jeweilige
Benutzer seine Daten auf dem lokalen Server speichern und von jedem angeschlossenen
Arbeitsplatz abrufen. Das Intranet soll des Weiteren für die Lehrerinnen
und Lehrer zum Forum für den Austausch von Materialien werden. Wichtige
Dokumente und Dateien sollen für jeden Benutzer zugänglich gemacht
werden.
* Das Funknetzwerk bzw. das kabelgebundene Netzwerk soll in allen Räumen
einen Zugang zum Intranet und zum Internet ermöglichen.
* Ziel ist der Ausbau der Internetplattform und ein mehrsprachiger Internetauftritt.
* Die Öffnungszeiten der Bibliothek müssen ausgedehnt werden. Weitere
Computerarbeitsplätze sind in Planung. Der Aufbau einer Mediathek ist generelles
Ziel.
* Die Einrichtung eines Lehrerarbeitsraumes mit mehreren Computerarbeitsplätzen
wird angestrebt.
* Die schulinterne und außerschulische Fortbildung der Lehrkräfte
für den Einsatz der Medien muss forciert werden.
Verantwortlich: Schulleitung, IT- und AV-Beauftragter,
Bibliothektsbeauftragte(r)
Mittel: IT-Etat, Fördergelder für Medienprojekte,
Eltern- und Firmenspenden
Realisierung: s.o., Informatik/Netzwerk-AG und
Klassenlehrer
Evaluation: Aufstellung einer Medienausstattungsliste,
Rechenschaftsbericht
5.2 Schulung der Medienkompetenz
Ausgangslage: Die Gesamtschule Schwingbach hat in der Vergangenheit durch
die angesprochene Ausstattung, durch verschiedene Projekte, den WPF- Unterricht
und den Aufbau von AGs mit medialen Inhalten einen Grundstein für die Schulung
der Medienkompetenz gelegt. Dennoch ist bis jetzt noch kein medienpädagogisches
Schulcurriculum entwickelt worden.
Perspektiven:Module der Medienkompetenz
Im Sinne einer an den Interessen und der Berufswahl angepassten Ausbildung,
ist für die Stärkung der Medienkompetenz eine Modularisierung vorgesehen.
Sie besteht aus den angesprochenen Basiskompetenzen und Erweiterungsbausteinen,
die je nach Jahrgangsstufe und Schulzweig gewählt werden können.
Basiskompetenzen: Das Modul ist fächerübergreifend und basiert auf
dem in allen Lehrplänen geforderten Umgang mit verschiedensten Medien.
Die Bausteine müssen ausgehend von einem Fächerverbund eingeführt
werden. Primärfächer für die Durchführung sind Deutsch,
GL, und Mathematik. Alle weiteren Fächer knüpfen an die Grundlagen
an und können je nach Thema Schwerpunkte in einzelnen Bereichen setzen.
Erweiterungsbausteine: Diese Bausteine dienen der individuellen Erweiterung
der Basiskompetenzen. Die Schüler können einzelne Interessenschwerpunkte
setzen und sich auf ihren weiteren beruflichen bzw. schulischen Weg vorbereiten.
Jahrgangsstufe 5/6
Basiskompetenzen:
Die Bausteine für die Jahrgangsstufe 5 und 6 orientieren sich an der im
Lehrplan angegebenen Informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung.
* Handhabung des Computers - Einführung in den Umgang mit neuen Medien
(Hardware und Software) – „Computerpatenschaft“ im jeweiligen
Klassenzimmer
* Einführung in Office-Anwendungen: Unterstütztes Schreiben: Einführung
in eine Textverarbeitung, Erstellen und Verändern von Texten, Textbausteine,
Tabellen, Rechtschreibung und Silbentrennung, Einführung in ein Tabellekalkulationsprogramm
* Recherchieren und Kommunizieren: Internet, Einführung und Vorstellung
der Dienste (WWW / E-Mail) im Internet, Navigation im World Wide Web, Suchmaschinen
und Recherche im World Wide Web, Kommunikation per E-Mail, Verwendung von Chat,
Newsgroups und Foren --> Internetführerschein
* Präsentieren: Einfache Techniken und Formen der Präsentation, Erstellung
einer Präsentation mit Hilfe von Printmedien und digitalen Medien
Erweiterungsbausteine:
* Einführung in das redaktionelle System der Schule
* Einführung in Bildbearbeitungssoftware und Audiobearbeitung
* Arbeit mit Lernsoftware
* Medienprojekte / -wettbewerbe in Kooperation mit außerschulischen Institutionen
Jahrgangsstufe 7/8
Basiskompetenzen:
* Vertiefung der Grundkenntnisse; Projektpräsentationen mit Hilfe von erweiterten
Präsentationstechniken, -software und Internetplattform
Erweiterungsbausteine:
* Netzwerk-AG
* Radio- und Medien-AG
* Medienprojekte / -wettbewerbe in Kooperation mit außerschulischen Institutionen
Jahrgangsstufe 9/10
Basiskompetenzen:
* Vorbereitung auf die Projektpräsentationen und Abschlussarbeiten
Erweiterungsbausteine:
* Praktika im Bereich der Medienproduktion
* Wahlpflichtbereich: EDV
Verantwortlich: Schulleitung, Fachbereichsleiter, insbesondere
EDV
Sachkompetenz: Fachlehrer EDV, alle Lehrer
Mittel: siehe Tabelle bzw. WPF II, Netzwerk-AG, Medien-AG,
Realisierung: Da es ein Fach „Medienpädagogik“
nicht gibt, wird die Vermittlung dieser Kompetenz von den einzelnen Fächern
gemeinsam übernommen. Zur Planung sind die Fachkonferenzen und Jahrgangsteams
angehalten die Modularisierung in ihren Jahresplan aufzunehmen und mit fachlichen
Inhalten abzustimmen.
Evaluation: Zur Evaluation werden Unterrichtsbeispiele
und Projekte dokumentiert und über das redaktionelle System der Schule
für die Öffentlichkeit bereitgestellt.
6. Evaluation
Ausgangslage: Eine systematische Evaluation der Ziele
des Schulprogramms findet nicht statt.
Perspektive: Am Ende eines jeden Schuljahres überprüft
die Steuerungsgruppe, inwiefern die in diesem Schulprogramm genannten Ziele
erreicht worden sind. Diese Überprüfung wird im Rahmen einer Gesamtkonferenz
erörtert. Dabei sind sowohl die erreichten Ziele als auch Ziele, die nicht
erreicht wurden zu erfassen. Für letztere gilt vor allem zu untersuchen,
warum wurden diese Ziele nicht erreicht? Was muss verändert werden, verbessert
werden, um diese Ziele erreichen zu können? Werden externe Experten benötigt,
um neue Wege erproben zu können, damit die angestrebten Ziele erreicht
werden können? Welche Kompetenzen haben gefehlt, um diese Ziele zu erreichen?
Wie können diese Kompetenzen durch ein gezieltes Fortbildungskonzept der
Gesamtschule Schwingbach erworben werden? Welche Ressourcen haben gefehlt?
Evaluation: Gesamtkonferenz am Ende des Schuljahres
2005/2006
6.1. Etablierung einer Evaluationskultur:
Ausgangslage: Eine echte Evaluationskultur besteht
nicht.
Perspektive: Neben der externen Evaluation durch Abschlussprüfungen
auf Landesebene und offiziellen Vergleichsarbeiten (Mathematik Jahrgangsstufe
8) auf Landesebene ist die Implementierung einer Evaluationskultur ein wichtiges
Ziel. Nur auf dieser Basis ist eine erfolgreiche Unterrichtsentwicklung in allen
Fächern möglich.
6.2 Schülerfeedback
Hierzu ist die Etablierung des Schülerfeedbacks, in dem die Schüler
immer wieder zu Subjekten von Evaluationsvorhaben gemacht werden, um sie an
der Entwicklung der Unterrichtsqualität zu beteiligen, von großer
Bedeutung. Sie sollen ihr eigenes Verhalten und ihren eigenen Lernprozess für
sich untereinander dokumentieren und reflektieren.
Dazu müssen Kriterien für einen guten Unterricht in eine verständliche
Schülersprache übersetzt werden. Einher geht damit die Schulung metakognitiver
Kompetenzen
6.3 Selbstbeobachtungen
„Unterricht dient der Erleichterung des Lernens“. (Andreas Helmke:
Unterrichtsqualität: Konzepte, Messung, Veränderung, in: Fernstudium,
Schulmanagement, Technische Universität Kaiserslautern, 2004, S. 19.)
Ausgehend von dieser Prämisse werden durch die Lehrerinnen und Lehrer Kriterien
für guten Unterricht erarbeitet. Die bei den Lehrerinnen und Lehrern vorhandene
Beobachtungskompetenz soll bewusst gemacht werden und den Lehrern helfen, ihren
Unterricht eigenständig zu evaluieren
Verantwortlich: Schulleitung
Mittel: . www.member.Uni-oldenburg.de/hilbert.meyer
SyLT-Konzept – Schulung Metakognitiver Kompetenzen
Hilbert Meyer: „Was ist guter Unterricht?“, Berlin 2004, S. 23 ff.
Andreas Helmke: Unterrichtsqualität: Konzepte, Messung, Veränderung,
in: Fernstudium, Schulmanagement, Technische Universität Kaiserslautern,
2004, S 19.
Realisierung: Lehrerkollegium
Evaluation: Am Ende des Schuljahres 2005/2006 im Rahmen
einer Gesamtkonferenz.
GS Schwingbach - von der <b>integrierten</b> zur <b>kooperativen</b> Gesamtschule
IGS: Integrierte Gesamtschule
Die Gesamtschule Schwingbach ist gegenwärtig von der Jahrgangsstufe 5 bis zur Jahrgangsstufe 9 eine kooperative und in der Jahrgangsstufen 10 eine integrierte Gesamtschule.
In den Klassen 5-9 sind die Schüler in Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialklassen aufgeteilt.
Der Hauptschulabschluss wird nach der Klasse 9, der Realschulabschluss nach der Klasse 10 erreicht.
Der Übergang in eine gymnasiale Oberstufe erfolgt derzeit noch nach der Klasse 10, allerdings ab dem Schuljahr 2009/2010 erfolgt der Übergang schon nach der Klasse 9, da durch die aktuelle Gesetzgebung der gymnasiale Bildungsgang auf 8 Jahre (G8) verkürzt wird.